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Buchsbaumzünslerraupe am Buchsbaum

Der Buchsbaumzünsler

Fast jedem sind mittlerweile die Bilder von beige-braunen, kahlen Buchsbäumen bekannt. Verantwortlich dafür ist der Buchsbaumzünsler. Dieser ist bereits seit 2007 bei uns in Deutschland zugange und ruft mit seinen Larven am Buchs zum Teil massive Fraßschäden an Blättern und Trieben hervor.
Beheimatet ist er im ostasiatischen Raum, wie z.B. in China oder Südkorea, und gelangte durch den internationalen Handel bis nach Europa. Erste Nachweise des Zünslers kamen aus Baden-Württemberg, mittlerweile ist der Schädling aber auch aus anderen Bundesländern bekannt (u.a. Niedersachsen, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen). Auch im benachbarten Ausland ist der Buchsbaumzünsler mittlerweile bekannt (u.a. Schweiz, Österreich, Niederlande, Frankreich).
Bisher tritt der Buchsbaumzünsler in Deutschland nur am Buchsbaum auf und das mit 2-3 Generationen pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt geschützt in einem Gespinst an der Pflanze. Die Larven überleben bis zu -12°C und nehmen im Frühjahr, ab Mitte März/Anfang April wieder ihre Fraßtätigkeit auf. Am Buchsbaum können die Larven starke Schäden bis zum Kahlfraß hervorrufen. Oft wird der Raupenbefall aber erst spät bemerkt, da die Erstbesiedlung im dichten Inneren des Busches beginnt. Außerdem sind die Raupen aufgrund ihres Farbmusters gut getarnt. Die Flügel des nachtaktiven Falters sind weiß gefärbt und tragen einen dunklen Rand. Die Falter leben nur für ca. eine Woche und sitzen tagsüber oft auf der Blattunterseite anderer, benachbarter Pflanzen, also häufig nicht am Buchsbaum selbst. Zur Eiablage suchen die Weibchen die Buchspflanzen dann gezielt auf.
Die frisch geschlüpften Larven sind hell-gelblich gefärbt und tragen eine dunkle Kopfkapsel. Ältere Larven sind gelbgrün gefärbt und weiß behaart, tragen eine schwarze Kopfkapsel und besitzen auf dem Rücken dunkle und weiße Längsstreifen und werden bis zu 5 cm lang. Die Raupen werden von Vögeln leider eher wenig als Nahrungsquelle genutzt. Das rechtzeitige Erkennen des Befalls durch den Buchsbaumzünsler ist bei der sehr schwierigen Bekämpfung dieses Schädlings das A und O, was sich allerdings bereits ab einem Bestand von mehreren Buchsbäumen  oft als fast unmöglich erweist. Es gibt zwar die Möglichkeit, mit chemischen Insektiziden gegen den Buchsbaumzünsler vorzugehen, diese Mittel sind allerdings für Bienen und andere nützliche Insekten gefährlich und schädlich. Zudem müssen diese Mittel oft mehrmals an jeder befallenen Pflanze ausgebracht werden.
Je nach Schwere des Fraßschadens, hat der Buchsbaum manchmal eine Chance sich zu erholen, bis der nächste Falter sich den Buchsbaum für seine Eiablage aussucht und schon geht das Spiel von vorne los. Das ist auch der Grund, weshalb viele Menschen auf alternative Pflanzen zurückgreifen. Wer in seinem Garten oder auf dem Grab eine ähnliche Optik beibehalten möchte, für den gibt es Ilex crenata; dem Buchsbaum täuschend ähnlich, aber resistent gegen den Zünsler. Weitere Alternativen sind der immergrüne Taxus, ein kleiner Schneeball, andere Laub- und Nadelgehölze oder auch die wunderschön blühende Azalee.